Ikarus und Daedalus am LGG. Ein Beitrag von Emma Haibach (8b).
Am Ludwig-Georgs-Gymnasium, einem humanistisch altsprachlichen Gymnasium, beginnt Latein bereits ab der 5. Klasse als erste Fremdsprache. Doch Latein bedeutet bei uns nicht nur Übersetzen und Grammatik – es kann auch kreativ, lebendig und sogar sportlich sein.
Genau das zeigt ein besonderes Projekt, welches Frau Sinkel und Herr Eppelmann zusammen auf die Beine gestellt haben: Nachdem wir den berühmten Mythos von Daedalus und Ikarus aus dem Lateinischem übersetzt hatten, bestand unsere Aufgabe darin, die Geschichte nicht nur zu verstehen, sondern sie körperlich darzustellen.
Aus Text wurde Bewegung.
In Gruppen entwickelten wir eine Choreographie, in der wir die Handlung mit menschlichen Pyramiden, Turnelementen und Figuren nachspielten. So wurden der Bau der Flügel, der Aufstieg in den Himmel und der tragische Sturz des Ikarus sichtbar gemacht – ganz ohne Worte, nur durch Bewegung, Körperspannung und Teamarbeit.
Besonders spannend war, dass wir den lateinischen Text dadurch viel intensiver erlebt haben. Aus einer alten Sage wurde etwas ganz Neues, Persönliches.
Dieses Projekt zeigt auch ein bisschen, was das LGG ausmacht: humanistische Bildung trifft Kreativität.
Wer am LGG lernt, entdeckt antike Geschichte nicht nur im Buch, sondern auch in Bewegung, im Denken und im gemeinsamen Arbeiten.






