Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe setzt sich aus der Einführungsphase (ein Jahr) sowie der Qualifikationsphase (zwei Jahre) zusammen und schließt mit den Abiturpüfungen ab. Im Falle der Wiederholung eines Schuljahres zählen immer nur die Ergebnisse des Wiederholungsdurchgangs. Bei Fragen stehen die Tutorinnen/Tutoren, die Fachlehrkräfte oder die Schulleitung zur Verfügung.

Rechtsgrundlage für die gymnasiale Oberstufe bildet primär die Oberstufen- und Abiturverordnung, die hier eingesehen werden kann. Eine kompakte Übersicht bietet die Broschüre "Abitur in Hessen - Ein guter Weg", die das Kultusministerium über diesen Link zum Download anbietet.

Termine

18.01.        Präsentationsworkshop Q3

21.01.        Abgabe Abimeldung bei Tutor/in

23.04.        Fachwahlen für das kommende Schuljahr

13.05.        Mitteilung der Ergebnisse des schriftl. Abiturs

14.05.        Meldung zusätzlicher mündlicher Prüfungen

26.-28.05.  Präsentationsprüfungen

29.05. - 05.06. mündliches Abitur

26.06.         Abiturfeier

Einführungsphase

Der Unterricht erfolgt weitgehend im Klassenverband. Verbindlich belegt werden müssen Deutsch (4 Wochenstunden), zwei Fremdsprachen (s. u., 3 oder 4), Kunst oder Musik (s.u., 2), Geschichte (2), Politik und Wirtschaft (2), Religion oder Ethik (s. u., 2), Mathematik (4), Biologie (2), Chemie (2), Physik (2) und Sport (2).

Um auf mindestens 34 Wochenstunden zu kommen, wählen sich die Schüler/innen in weitere Kurse ein. Die Schülerinnen und Schüler können dabei aus folgenden Fächern wählen:

  • mindestens zwei Fremdsprachen aus Latein, Griechisch*, Englisch oder Französisch (alle Fremdsprachen werden aus der Mittelstufe fortgeführt, keine beginnt neu)
  • Kunst oder Musik

 * Griechisch muss in der Einführungsphase fortgeführt werden

Für eine Aufnahme fremder Schüler/innen in die Einführungsphase ist es nicht nötig, das Fach Latein zu belegen oder bisher schon belegt zu haben. Vor einer Anmeldung sollte ein persönliches Gespräch geführt werden.


Qualifikationsphase

Die Schüler/innen wählen Grund- und Leistungskurse. Die mit x versehenen Fächer können als Leistungskurs gewählt werden, alle Fächer asl Grundkurse. Die Zahl in der unteren Zeile gibt an, wie viele Kurse während der Qualifikationsphase belegt werden müssen. Einwahlen über die Belegpflicht hinaus sind möglich und zu empfehlen. Um ein möglichst breites Kursangebot zu ermöglichen, kooperieren wir mit Gymnasien in der Nähe.

 

Fachbereich 1

Fachbereich 2

Fachbereich 3

 

 

D

L

Gr

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Ek

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Bel

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4*

4*

4*

4*

2

2

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2

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4

4

 

 

4

4*

4*

4*

 

4

Rot markierte Fächer müssen belegt werden. Aus Fächern mit der selben Farbe muss jeweils ein Fach gewählt werden; ein * bedeutet, dass eines der in der gleichen Farbe markierten Fächer gewählt werden muss. Schwarz geschriebene Fächer können als zusätzliche Kurse gewählt werden. In Q1 und Q2 muss zudem eine zweite Fremdsprache oder Naturwissenschaft oder Informatik belegt werden.

Einer der beiden Leistungskurse muss eine Fremdsprache, Mathematik oder eine Naturwissenschaft sein. Als Leistungskurs kann nur ein Fach gewählt werden, das am Ende der Einführungsphase mit 05 Notenpunkten abgeschlossen wurde.


Abitur

Um zur Abiturprüfung zugelassen zu werden, gilt:

Abitur 2020

  • Kein Pflichtkurs darf mit 00 Notenpunkten abgeschlossen werden.
  • Maximal drei Kurse aus den Leistungsfächern dürfen mit weniger als 05 Notenpunkten abgeschlossen werden.
  • Maximal sechs Kurse aus den einzubringenden Grundkursen dürfen mit weniger als 05 Notenpunkten abgeschlossen werden.
  • Der Durchschnitt sowohl im Leistungskurs- als auch im Grundkursbereich muss bei mindestens 05 Notenpunkten liegen.

Abitur ab 2021

  • Kein Pflichtkurs darf mit 00 Notenpunkten abgeschlossen werden.
  • Maximal sechs aller einzubringenden 32 Kurse, darunter höchstens zwei Leistungskurse, dürfen mit weniger als 05 Notenpunkten abgeschlossen werden.
  • Der Durchschnitt sowohl im Leistungskurs- als auch im Grundkursbereich muss bei mindestens 05 Notenpunkten liegen.

Die Schüler/innen werden im Abitur in 5 Fächern geprüft: In den beiden Leistungsfächern und in einem vom Prüfling gewählten Grundkursfach finden schriftliche Prüfungen statt, in einem weiteren Grundkursfach findet eine mündliche Prüfung statt. Im 5. Prüfungsfach wählt der Prüfling zwischen einer mündlichen Prüfung, einer Präsentation oder einer besonderen Lernleistung aus. Die Prüflinge werden durch die Schulleitung sowie im Kursunterricht über die verschiedenen Prüfungsformen informiert, eine erste Orientierung kann die unten stehende Übersicht bieten.

Die Leistungsfächer stehen als Prüfungsfächer fest. Die weiteren Prüfungsfächer werden zu Beginn der Q4 gewählt, für eine besondere Lernleistung muss man sich spätestens zu Beginn der Q3 entscheiden.

Unter den Prüfungsfächern müssen Deutsch und Mathematik sowie eine Fremdsprache, eine Naturwissenschaft oder Informatik sein; zudem müssen alle Fachbereiche abgedeckt werden. Als Prüfungsfächer möglich sind nur solche Fächer, die während der gesamten Oberstufe (Einführungsphase bis Q4) belegt wurden.

Die schriftlichen Prüfungen in Leistungs- und Grundkursen werden zentral durch das Kultusministerium gestellt. Die Bearbeitungszeit für Leistungskursklausuren beträgt in der Regel 300 Minuten, für Grundkursklausuren 255 Minuten. Prüfungsrelevant sind die Inhalte der Halbjahre Q1, Q2 sowie Q3; die Aufgabenstellungen der Abiturprüfungen dürfen sich nicht nur auf ein Halbjahr beziehen.

In der Regel wählen die Prüflinge aus drei Vorschlägen (A, B, C) einen aus, den sie bearbeiten.

Im Fach Englisch ist verbindlich eine Sprachmittlungsaufgabe (A) zu bearbeiten, darüber hinaus wählt der Prüfling aus zwei Vorschlägen (B1, B2) einen weiteren aus.

In Mathematik muss zunächst ein hilfsmittelfreier Teil (A) bearbeitet werden. Danach wählt der Prüfling einen von zwei Vorschlägen zur Analysis (B1, B2) sowie entweder einen Vorschlag zum Sachgebiet Lineare Algebra/Analytische Geometrie (C1) oder einen Vorschlag zum Sachgebiet Stochastik (C2) aus.

In den Fächern Biologie und Physik wählen die Prüflinge je einen aus zwei Vorschlägen (A1, A2 und B1, B2) aus.

Im Fach Chemie wählt der Prüfling aus drei Vorschlägen (A, B, C) zwei aus.

Die Bewertung der Klausur erfolgt durch eine Erst- und Zweitbeurteilung.

Das Abitur hat bestanden, wer im Schnitt aller Prüfungen mindestens 05 Punkte erreicht. Zwei Fächer, darunter maximal ein Leistungskursfach, dürfen dabei mit weniger als 05 Notenpunkten abgeschlossen werden. Zusätzliche mündliche Prüfungen zur Verbesserung von schriftlichen Noten sind möglich. Im Einzelfall steht die Schulleitung für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

Bei der Bewertung des Abiturs werden folgende Ergebnisse addiert:

  • 24 Grundkurse (mindestens 120 höchstens 360 Punkte)
  • 8 Leistungskurse in doppelter Wertung (mindestens 80 höchstens 240 Punkte)
  • Die Ergebnisse in 5 Abiturprüfungen in vierfacher Wertung (mindestens 100 höchstens 300 Punkte)

Die erreichte Punktzahl wird nach einem Schlüssel in eine Abiturnote umgerechnet.


Fachabitur

Den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwirbt, wer mindestens zwei Halbjahre der Qualifikationsphase besucht hat und

  • in elf Grundkursen mindestens 55 Punkte in einfacher Wertung (darunter maximal vier Kurse mit weniger als 05 Notenpunkten)

sowie

  • in beiden Leistungskursen mindestens 40 Punkte in zweifacher Wertung (darunter maximal zwei Kurse mit weniger als 05 Notenpunkten)

erreicht hat.

Unter den einzubringenden Kursen müssen sich je zwei Halbjahreskurse in Deutsch, einer Fremdsprache, Politik und Wirtschaft oder Geschichte, Mathematik und einer Naturwissenschaft befinden. Aus anderen Fächern können höchstens je zwei Kurse eingebracht werden.

Um das Zeugnis der Fachhochschulreife zu erhalten, ist neben dem schulischen Teil eine berufliche Tätigkeit nachzuweisen. Dieser Nachweis kann erbracht werden durch

  • die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf,
  • den Abschluss einer schulischen Berufsausbildung durch eine staatliche Prüfung,
  • eine Laufbahnprüfung im öffentlichen Dienst,
  • ein mindestens einjähriges gelenktes Praktikum, wobei einem Praktikum die mindestens einjährige kontinuierliche Teilnahme an einer Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf gleichgestellt ist,
  • ein freiwillig abgeleistetes soziales oder ökologisches Jahr

oder

  • den abgeleisteten Wehrdienst, den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst sowie den Bundesfreiwilligendienst.