Griechisch kann im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts (WPU) ab Klasse 9 als dritte
Fremdsprache gewählt werden. Das Fach wird mit vier Wochenstunden unterrichtet und führt am Ende der Jgst. 12 (Q2) zum Graecum*. Wer diesen Abschluss erreicht, ist in der Lage, philosophische Texte von Platon oder leichte epische Texte von Homer mit
geeigneten Hilfsmitteln eigenständig zu übersetzen und zu interpretieren.

Der Griechischunterricht führt in die Sprache der klassischen griechischen Antike ein (das sogenannte Altgriechisch). Diese Sprache ist in ihrer Formenlehre und Grammatik dem Lateinischen recht ähnlich, so dass (im Sinne einer synergetischen Verknüpfung) die schon erworbenen Lateinkenntnisse das Erlernen des Griechischen erleichtern, wie umgekehrt mit dem Griechischen auch die lateinische Grammatik noch einmal gefestigt wird.

Der griechische Wortschatz ist sowohl in deutschen Alltagsbegriffen anzutreffen (z.B. in Ball, Pause oder „bio“) als auch in weitverbreiteten Fremdwörtern (wie Rhythmus, Demokratie oder Apotheke). Wer griechische Vokabeln kennt, kann zudem die
wissenschaftliche Fachsprache leichter entschlüsseln: z.B. Seismograph (als
Erdbebenmessgerät), Heliotropismus (als Drehung der Sonnenblume) oder den Oto-rhino-laryngo-loge (als HNO-Arzt).

Am LGG wird Griechisch seit dem Gründungsjahr 1629 fortlaufend unterrichtet; seit 2012 mit dem zeitgemäßen Lehrwerk Xenia (Buchner). Als Begleitgrammatik wird das kurzgefasste Grammateion (Klett) empfohlen.

* Graecum: zu Einzelheiten vgl. OAVO, §50 (23.07.2018). / Griechisch wird in Jgst. 9 schulrechtlich zum Hauptfach und als 2. Fremdsprache gewertet.