Der Chemieunterricht beginnt in Klassenstufe 7 (G8) bzw. 8 (G9). Somit ist die Chemie die „letzte“ Naturwissenschaft, die den Schülerinnen und Schülern in ihrer Stundentafel begegnet. Die Gründe liegen einerseits in den etwas komplexeren Inhalten, andererseits erfordert der Umgang mit Chemikalien eine gewisse Reife sowie eine verantwortungsbewusste Vorgehensweise.

In Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 findet ein experimenteller, sehr praxisorientierter Einstieg in das Fach Chemie statt. Der Unterricht gliedert sich nach der Stundentafel in eine Theoriestunde mit der gesamten Klasse und einer doppelstündigen Experimentalstunde auf. Während der Experimentalstunde wird die Lerngruppe geteilt und wechselt wöchentlich zwischen Chemie und Physik.

Ziel des Chemieunterrichts ist einerseits, den Lernenden die Vorgehensweise des Chemikers zu verdeutlichen, nämlich die sinnvolle Planung von Experimenten, das sichere und verantwortungsvolle Umgehen mit geeigneten Chemikalien, das exakte Beobachten bei der Versuchsdurchführung und das folgerichtige Interpretieren der erhaltenen Ergebnisse sowie das Einordnen in den chemischen Gesamtkontext.
Andererseits sollen die Schülerinnen und Schüler nach dem Ende ihrer gymnasialen Laufbahn als mündige Bürger aktuelle Diskussionen über chemische Sachverhalte verfolgen und kritisch beurteilen können.
Als Besonderheit können die Schüler in der Klassenstufe 10 (G8) als Wahlunterricht das Fach NaWi wählen. Es handelt sich um eine Kooperation der Fächer Chemie und Physik. Fächerübergreifend und praxisorientiert sollen die Besonderheiten des Elements Silicium erarbeitet werden. Der Unterricht umfasst zwei Stunden pro Woche, die Lernenden haben im alternierenden Wechsel in einer Woche Chemie und dann Physik.